Freitag, 20. Juni 2014

die rote Nase und die Billardkugel

Heute morgen habe ich mal wieder die besonderen Freuden des Lebens in einem Haus mit Katzen erlebt:
ich ging aus dem Haus, zog die Tür hinter mir zu, war schon halb durch den Vorgarten auf dem Weg zum Bus, da kam Leo auf mich zu gelaufen, schlich zur Tür (in der Hoffnung, ins Haus zu kommen), sah, dass sie schon zu war, drehte sich zu mir um, setzte sich hin und guckte.
Zwei Schritte weit bin ich noch gekommen, dann habe ich nachgegeben, bin zurückgegangen, habe den Schlüssel rausgekramt, die Tür aufgeschlossen und Leo ins Haus gelassen.
Dann wollte ich wieder Richtung Bus gehen, als Oscar angeschlichen kam. Also habe ich ihm die Tür aufgehalten, bis er sich zweimal hinter dem Ohr gekratzt hatte und nach drinnen gelaufen war.

Da fuhr dann draußen mein Bus vorbei. Hrmpf.
(der nächste kommt erst 20 Minuten später)

Während ich auf der Arbeit war und weiter Daten ausgewertet habe (es funktioniert! Ich bekomme jetzt tatsächlich die Werte, die mein Zeug laut Datenblatt haben sollte!), haben sich die Chefs der Gruppe mit einem Poster beschäftigt, das sie machen müssen, aber auf das niemand Lust hat.
Und ich habe mal wieder festgestellt, dass manche Dinge überall gleich sind: in Adlershof hielt es irgendwer für eine gute Idee, große weiße Buchstaben aufzustellen, die sagen: "Adlershof - Science at Work." Und während einige sich fragen, ob das bedeuten soll, dass hier die Wissenschaft arbeitet oder dass man am Arbeitsplatz Wissenschaft hat, zeigen andere ihr Unverständnis deutlicher, indem sie die Buchstaben umstellen zu Dingen wie "Am Arsch leider" (was geht, wenn man das w umdreht).
Hier hielt es jemand für eine gute Idee, Poster aufzuhängen, die sagen "We change lifes", was die hiesigen Physiker ebenfalls etwas unglücklich finden, weil es nirgendwo anmerkt, dass man die Leben zum Besseren verändert :)

Dann kam ich ins Labor und sah diesen futuristischen Aufbau hier:
John (der John, bei dem ich festgestellt habe, dass wir fünf Johns haben) hat es mir dann erklärt: die rote Nase kann man per Joystick auf Oberflächen aufsetzen und so messen, wie gerade etwas ist, bzw wie sehr einzelne Punkte von einer Ebene abweichen. So cool!
Die weiße Kugel ist die Eichvorrichtung, damit kann man irgendwie das Gerät einstellen.

Heute habe ich jedenfalls Tony getroffen, den sehr netten und hilfsbereiten Ansprechpartner für fast alles, eigentlich im Vaterschaftsurlaub, aber trotzdem gelegentlich hier. Und Amerikaner.
Tony hat sich bereiterklärt, unsere Veröffentlichung nochmal gegenzulesen, wenn die bisherigen Änderungen eingebaut sind, und meinte: "Schick es mir einfach. Und wenn ich innerhalb einer Woche nicht antworte, schick es mir nochmal. Und wenn ich nach einer Woche immer noch nicht antworte, schreib mir nochmal und sag: 'Beweg deinen Arsch, du fauler Sack', dann fange ich auch damit an." Da fiel mir auf, dass ich in den drei Wochen hier sonst niemanden habe fluchen hören. Außer Richard und seine Freunde, wenn sie Fußball gucken.

 Nachmittags haben dann Tim und ich unseren nächsten Versuch vorbereitet: man packt etwas (zum Beispiel einen Klumpen Kleber) in Wasser, trocknet ihn ab, misst, wie schwer er ist (dann bei 100% Feuchtigkeitsabsorption) und dann lässt man ihn trocknen, während man ihn unter der Kamera beobachtet - so misst man gleichzeitig über die Waage, wieviel Wasser er ursprünglich aufgenommen hat, und über die Kameras, wie sehr er zusammenschrumpft, wenn er trocknet.
Natürlich geht das nur, wenn man es schafft, einen Gegenstand auf der Präzisionswaage (mit Deckel) mit unserem Kamerasystem zu beobachten, was wiederum nicht geht, weil die Präzisionswaage einen Glasdeckel hat, der das Licht von der Kamera so sehr reflektiert, dass man nichts erkennen kann.
Zwei Stunden haben wir mit den Kameras und der Waage herumgebastelt (und mit Zwergschachbrettern (wegen des begrenzten Platzes) vor den Kameras herumgewedelt, bis der Aufbau funktioniert hat!
Aber immerhin: hier ein Foto vom fertigen Aufbau mit Tim in Reinraumkleidung im Hintergrund.

Abends habe ich nochmal gekocht - Couscous-Salat, für einen guten Start ins Wochenende (und weil ich langsam kein Brot mit Humus mehr sehen kann). Nur noch vier Seiten Korrekturen für die Veröffentlichung!

Donnerstag, 19. Juni 2014

Nur noch zwei Tage bis Wochenende!

Da Tim heute nicht am Institut war und ich sowieso nur Arbeit am PC zu erledigen hatte, bin ich heute gar nicht erst ans Institut gefahren, sondern bin einfach gleich zuhause geblieben, habe Daten ausgewertet (mit kleinen Unterbrechungen:
habe ich schon erwähnt, was für eine laute Katze Maple ist? Egal ob er beachtet werden möchte, hunger hat, gestreichelt werden, rein oder raus gelassen werden möchte oder ob alles in Ordnung ist: Maple hört man immer irgendwo miauen).
und Dinge recherchiert: wie man Feuchtigkeitsabsorption misst, wie man die Ausdehnung mit Feuchtigkeit misst, wie man Zugtests mit glatten Oberflächen hinbekommt und die Eigenschaften von Carbonschaum und Kleber.

Heute habe ich übrigens abends zum ersten Mal für meine Gastfamilie gekocht: nichts Großes, nur Nudeln mit Sherry-Pilzcremesauce, aber Chris hat sich gefreut, mal nicht selbst kochen zu müssen. Das mache ich jetzt vielleicht öfter mal.

Abends habe ich mich den Aufgaben gewidmet, die noch für meinen eigentlichen Job zu erledigen sind: Anträge fertigmachen und Paper korrigieren, während unten das Spiel England gegen Uruguay lief.
Zitat des Tages von Steven, einem Freund von Richard (Deutschland war anscheinend so gut im Spiel gegen Portugal): "You - as a nation - are just so scary, because you are just so brilliant at everything."

Später habe ich dann mit Richard, Steven, Catherine und Matt (Catherines Freund) die zweite Hälfte des Spiels England gegen Uruguay geguckt (ich dachte mir, wenn ich schonmal hier bin, gehört das ja irgendwie dazu) - und sie haben verloren. Also, England. Und die Jungs waren erschüttert.
Und ich habe mich ein bisschen schlecht gefühlt, weil es mir so völlig egal war ...

Mittwoch, 18. Juni 2014

Ein Durchbruch! Vielleicht.

Und noch ein Arbeitstag.

Habe ich euch eigentlich schon das Physikgebäude gezeigt? Hier fahre ich jeden Tag hin:
Warum sieht das denn aus wie eine Skulptur von Ai Wei-Wei, werdet ihr euch vielleicht fragen?
Weil die Leute, die das Gebäude gebaut haben, nicht das gemacht haben, was wir den ganzen Tag machen: überprüfen, wie sehr sich die einzelnen Materialien ausdehnen, wenn man sie erwärmt.
Jetzt beult sich die Wand an einzelnen Stellen mehrere Zentimeter nach außen vor und sie stützen das Gebäude mit einem Gerüst ab.
Hätte mal jemand wochenlang Backsteine und Stahlbeton warmgemacht und unter der Kamera beobachtet :)

Heute habe ich wieder Dinge warmgemacht und abgekühlt und beobachtet und habe am Beispiel des trollgrünen Klebers heute festgestellt, was wir in Zukunft tun müssen, um vernünftige Ergebnisse zu bekommen. Glaube ich jedenfalls.
Hurra! :)

P.s. Meine erste Postkarte an meine hiesige Adresse ist angekommen :)

Dienstag, 17. Juni 2014

Kohlefaserplattenstreifenelastizitätstestgerät

Heute haben wir uns mal mit etwas anderem beschäftigt: Kohlefaserplatten. Kohlefaserplatten werden gebaut, indem man ganz viele Fasern parallel zueinander legt, jede Menge Kleber dazwischen schmiert (ungefähr soviel Volumen wie die Kohlefasern an sich haben) und das Ganze dann, zwischen zwei Platten gepresst, aushärten lässt.
Die entstehenden Platten sind entlang der Kohlefasern extrem stabil und reißfest - und in die andere Richtung extrem brüchig, weshalb man normalerweise mehrere Schichten dieser Platten in verschiedenen Winkeln übereinander klebt.

Was uns dabei interessiert, ist, was passiert, wenn man in irgendeinem beliebigen Winkel an den Fasern zieht. Also hat Tim eine Schablone für sieben Streifen in 15°-Winkel-Abständen gebastelt und Streifen ausgeschnitten (aus einer Platte, die so, fertig zusammengebastelt, bestellt wurde).
 Was wir dabei gelernt haben: erstens brechen die Ecken bei dieser Rechteckform extrem leicht ab und zweitens bröckeln die Streifen an den Rändern und überziehen alles mit Kohlestaub. Gut zu wissen, bevor man so etwas in den Reinraum bringt.
Und so sehen die Streifen dann aus (von oben nach unten 45°, 30°, 15° und 0°) - man kann zwar die einzelnen Fasern nicht erkennen, aber den zunehmenden Winkel.

Was man dann gerne wissen würde, sind die mechanischen (elastischen) Eigenschaften der verschiedenen Streifen, insbesondere, wie sehr sie sich ausdehnen, wenn man daran zieht (in Abhängigkeit des Winkels), und wann sie zerreißen.
Dazu spannt man die Streifen oben und unten in Klemmen ein, zieht daran, und misst, wie sehr er sich ausdehnt. Dazu wiederum klemmt man die beiden Aluhaken von diesem grünen Gerät an den zu ziehenden Streifen und die messen dann, wie weit sie sich voneinander weg bewegen.
Theoretisch. Praktisch hat es nicht funktioniert, weil das grüne Ding so schwer ist, dass es die Kohlefaserstreifen einfach zerbricht.
Jetzt versuchen wir, Alternativen zu finden, sowas wie angelötete Entfernungsmesser, zusätzliche Klemmen, eine Kamera vor dem Aufbau, die die Dehnung aufzeichnet ... mal sehen.

Nachmittags habe ich etwas erledigt, was ich seit Tagen vor mir herschiebe und ihr seid alle herzlich willkommen, es zu versuchen: wenn man einen Streifen einer Länge von acht Zentimetern hat, und er krümmt sich so sehr, dass sich die Enden im Vergleich zur Mitte um einen Millimeter anheben.
Wie groß ist der Krümmungsradius des Streifens (d.h. wenn man sich vorstellt, der Streifen wäre Teil eines Kreises, welchen Radius hätte dieser Kreis dann).
Ich habe dabei hauptsächlich festgestellt, wie schlecht ich in Geometrie bin.
(falls es jemand versuchen will, sagt bescheid :)

 Erinnert ihr euch noch an die Veröffentlichung, in die ich während der ersten Tage hier Korrekturen eingearbeitet habe? Heute habe ich eine e-Mail mit der zweiten Runde Korrekturen bekommen: fünf A4-Seiten davon.
Da bin ich dann erstmal in den Garten gegangen und habe Kirschen gepflückt (insgesamt so viele, dass gerade zwei Bleche davon im Backofen dörren - und der Baum ist immer noch voll!)
Abends bekam ich dann noch Besuch, um mich daran zu erinnern, endlich schlafen zu gehen:

Montag, 16. Juni 2014

zurück an die Arbeit

Und weiter geht die Arbeit.

Und immer noch bin ich mit der Kamera beschäftigt. Unser Ziel ist nach wie vor, herauszufinden, wie sehr sich Dinge beim Erwärmen ausdehnen. Da wir das von dem rosa, grünen und blauen Zeug theoretisch wissen, versuchen wir immer noch, Einstellungen zu finden, mit denen man das Ergebnis bekommt, das man tatsächlich erwartet, um dann bei unbekannten Materialien zuverlässige Werte zu bekommen. Also vergleiche ich derzeit die Ergebnisse für Messungen, bei denen man alles auf einmal erwärmt im Vergleich zu vielen kleinen Stufen, Messungen über die gesamte Fläche im Vergleich zu kleineren Ausschnitten, abkühlen gegen aufwärmen und so weiter und so weiter.
Außerdem fangen wir langsam an, uns interessanteren Materialien zuzuwenden. Hier mal zwei Beispiele: der Kleber, den wir letzte Woche aus dem hübschen Blau gemischt haben und der sich beim Trocknen anscheinend wieder ein bisschen in seine Bestandteile aufgespalten hat (dieser dunkelgrüne Streifen in der Mitte), und Pocofoam: eines dieser extrem coolen Materialien aus dem Materiallabor: wahnsinnig leicht und niedrige Dichte, aber zehnmal so wärmeleitend wie Wärmeleitpaste.


Da Tim jemanden ins Krankenhaus bringen musste, saß ich heute wieder alleine im Reinraum - abgesehen von zahllosen Leuten, die Tim gesucht haben.
Oh und einem Kollegen von mir, der letztens bemerkt hat, dass ich den kleinsten und leichtesten Laptop habe - aber die größte und schwerste Tasche mit mir herumschleppe. Ich habe das darauf geschoben, dass ich unter anderem immer alle Kabel und Adapter mit mir herumtragen muss - und schaut, was für nette Kollegen ich hier habe (ich weiß nicht mal, wie er heißt):
Er hat mir ein englisches Kabel mitgebracht. So nett!

Beim Mittagessen habe ich dann Tim getroffen (und erfahren, dass ich mit dem Wetter letztes Wochenende schon soviel Sommer hatte, wie man in England erwarten darf - und jetzt nicht mehr erwarten darf). Dann hatten wir gerade noch genug Zeit, um eine neue Runde Pläne für die nächste Zeit zu schmieden, bevor das zweiwöchentliche Gruppenmeeting anfing.

Hier noch etwas Lustiges.
Wir saßen zu sechst am Tisch im Meetingraum und John, Italiener und Tims Bürokollege, sprach gelegentlich jemanden namens John an - und mir fiel auf, dass der Mensch neben mir (ein Doktorand) auch John heißt. Dass von sechs Menschen am Tisch zwei John heißen, ist ja nicht sooo außergewöhnlich, aber der Mensch mit Halbglatze, der den Kontakt zur Werkstatt herstellt, heißt auch John und der Chef der mechanischen Werkstatt heißt auch John und der erste Mensch, den ich in der mechanischen Werkstatt kennen gelernt habe, war auch noch ein John.

Sonntag, 15. Juni 2014

Wieder zurück

Und heute war der Kurzbesuch auch schon wieder vorbei: morgens gab es noch ein gutes englisches Frühstück (und das ist nicht ironisch gemeint: das Frühstück, was man in Hotels serviert bekommt, kann wirklich gut sein: gebratene Tomaten und Pilze und Kartoffelbrei, Brot und Räucherlachs) und dann musste ich meinen Besuch auch schon wieder zum Flughafen bringen (wo er lustigerweise noch die halbe Berlin Concert Brass Band getroffen hat).

Ich bin dann zurück nach Liverpool gefahren, habe den Mietwagen weggebracht und mich auf meine bevorzugte Art über den Abschiedsschmerz hinweg getröstet: ich habe gekocht (naja, sowas in der Art).
Dazu muss ich kurz erklären, dass meine Achillesferse, was die fleischlose Ernährung angeht, schon immer Hackfleisch war, genauer gesagt Mettbrötchen. Und zufällig hat meine Großcousine von ihrem veganen Kollegen ein Rezept für veganes Hackfleisch bekommen und es mir geschickt: und das Beste ist: man braucht dafür nur Zutaten, die man sogar hier problemlos bekommen kann.
Also habe ich das vorhin ausprobiert und kann bestätigen: es ist unglaublich gut (falls jemand Interesse hat). Vielen Dank an die Großcousine - und den veganen Kollegen :)


Eine lustige Sache habe ich noch vom ansonsten eher gemächlichen Nachmittag zu berichten: Da meine Gastfamilie meine Pakete für mich angenommen hat, wusste sie natürlich von den Luftballons und dem Helium - und Chris hat mich darum gebeten, ihr einen Heliumluftballon mitzubringen, damit sie mal probieren kann, wie ihre Stimme mit Helium klingt.
Also haben wir drei Luftballons davor gerettet, in die Atmosphäre entlassen zu werden (wie der links unten im Bild) und sie hatten heute auch tatsächlich noch Luft!
 Also waren wir vorhin im Garten und haben Helium geatmet - aber es wurde leider nichts mit der Mickymaus-Stimme. Wir vermuten, es war schon zuviel von dem Helium entwichen. Aber lustig war es trotzdem.

Auf in den Norden!

Von Oldham aus ging es am nächsten Tag weiter gen Norden in den Lake District, wo wir uns durch eine Meute von Menschen und Autos kämpfen mussten, die am Great North Swim teilnehmen wollten (was auch immer das ist).

Unser Ziel war die Stadt Grasmere, gelegen an gleich zwei idyllischen Seen, die man auf zahlreichen Wanderwegen umwandern kann. Wir haben uns für die kurze Variante entschieden und sind an den Hügeln entlang

 zu einem kleinen, idyllischen Steinstrand spaziert
 und haben dort gepicknickt und die Idylle genossen.
Und Enten gefüttert.

Von dort aus ging es weiter nach Grasmere, einen putzigen kleinen Ort zwischen Hügeln und Seen voller alter englischer Gebäude mit Cafés und Restaurants und Konditoreien, in dem wir noch eine Weile durch die Gassen geschlendert sind (und Proben der einheimischen Kochkünste probiert haben: eine Himbeer-Rosen-Praline im Schokoladenladen, eine handgemachte Schokolade mit Marshmallows, Lebkuchen aus dem Lebkuchenhaus, einen Mokka und einen Milchshake und nochmal Rosenpralinen, weil Rose einfach ein toller Geschmack ist).

Als dann der Nieselregen und ein Bus mit japanischen TouristInnen kamen, sind wir schnell verschwunden.


Die letzte Station des Tages war Lancaster, ein Ort auf halbem Weg zurück nach Manchester, wo wir nur noch etwas gegessen haben und dann festgestellt haben, dass direkt unter unserem Zimmer Leute Fußball geguckt und gegrölt haben.
Aber da England nur ein Tor geschossen hat, ließ es sich trotzdem ganz gut schlafen.

Hier eine kleine Randbemerkung, weil alles bisher so gut klingt.
Wir haben versucht, das Auto zu parken.
Auf einem ersten Parkplatz (in der Nähe der Seen) wird das Nummernschild des Autos gescannt, wenn man auf den Parkplatz fährt, und dann wieder, wenn man ihn verlässt, und man zahlt an einem Automaten (denn wenn nicht, erhält man eine Strafe von fünfzig Pfund).
Dieser Automat hat zwar einen Geldkartenschlitz und ein Bedienfeld, man kann aber nur mit Münzen zahlen. Nein, nicht mit Scheinen. Nur mit Münzen. Hatten wir nicht.
Dann kann man noch innerhalb von 48 Stunden online zahlen. Haben wir abends im Hotel versucht. Da ich letzte Woche meinen Paypal-Account habe sperren lassen, ging das nur mit Kreditkarte. Auch das hat nicht funktioniert. Weder mit Visa noch mit Mastercard. Blieb nur der Telefonjoker: mein Mitbewohner zuhause, dessen Paypal-Account noch funktioniert hat und der per Telefoninstruktion für uns bezahlt hat. Der ganze Stress wegen 2,70 Pfund!
Und wisst ihr, wie das System sich nennt? Parkwithease.